YOGA I KOMPAKT

Yoga ist heute ein fester Bestandteil der Gesundheitsszene. Der systematische, aus Indien stammende Übungsweg besteht aus einer Vielfalt an körperbezogenen Methoden, Affirmationen, Atemübungen und Meditationen. Ohne dogmatisch zu sein, liegt ihm eine lebensfreundliche und praktische Philosophie zugrunde. Insgesamt spricht uns Yoga auf allen Ebenen an - körperlich, emotional, mental, sozial und ökologisch - und kann uns dadurch befähigen, ein schöpferisches, kreatives Leben zu führen, das zu uns passt und mit unserer Umwelt in Einklang ist. Wir können viel über Yoga lesen und schreiben. Letztendlich liegen im Yoga große und kleine Inseln der Ruhe, die es durch stete Praxis zu entdecken gilt.

 

Abgeleitet von der Sanskritwurzel „Yuj“ bedeutet der Begriff Yoga verbinden, vereinen und verweist damit auf das ganzheitliche Verständnis des Menschen, das in den Quelltexten durch das Bild des Wagenlenkers verdeutlicht wird. Der Wagenlenker steht für die Erkenntnis. Sein Denken steht für die Zügel, die die Pferde, die unsere Sinne repräsentieren, lenken. Im Wagen, der für den Körper steht, sitzt der Fahrgast, die menschliche Seele. Das Ziel des Yoga liegt darin, die Kraft unserer Gedanken in der Meditation nutzbar zu machen und so in einem Zustand geistiger Sammlung zu kommen, in dem sich Einsicht und Klarheit einstellen können. Somit meint Yoga auch physo-psychische Stabilität.


Yoga I Gesundheitsförderung

Yoga vereint eine Reihe gesundheitsfördernder Aspekte. Unser Wohlbefinden kann hiervon in hohem Maße profitieren, da unsere Widerstandskraft gestärkt und unsere Lebensfreude erfrischt werden können.

Stressmanagement I mentale Stärke

Für viele von uns führen die wachsenden Anforderungen im Beruf und im Privaten zu dem Wunsch, einen passenden und gesunden Ausgleich zu schaffen, um positiv mit den Herausforderungen des Alltags und dem hektischen Tagesgetriebe umzugehen. Hier kann Yoga einen nachhaltigen Beitrag leisten. Bewährte Methoden, die Stress minimieren und in eine wache und zentrierte Haltung führen, können uns aufmerksamer und feinfühliger machen, so dass wir uns in belastenden Situationen angemessener steuern und förderliche Gedanken kultivieren können. Die Gebundenheit an vermeintliche äußere Zwänge kann einer inneren Klarheit und Ruhe weichen.

Kraft / Beweglichkeit

Viele Bewegungsmuster werden in der Regel kaum in unserem Alltagszusammenhang abgefragt, was folglich zu dem Bedürfnis führt, Herausforderungen im sportlichen Bereich zu suchen. Denn wir fühlen uns in der Regel einfach wohler, wenn wir beweglicher und kräftiger sind oder in einem verträglichen Rahmen gefordert werden. Hier setzt Yoga, der viel mehr als Gymnastik ist, mit ausgleichenden, bewusst ausgeführten Haltungen, Dehnungen und Bewegungsabfolgen an. Dabei unterstützen uns muskuläre Verschlüsse (Mudras und Bandhas), die inneren Organe zu kräftigen und ihre Durchblutung anzuregen. Durch ausgleichende Muskelfunktionswirkungen – Druck und Zug – können wir unseren Kraftaufwand verbessern. Gleichzeitig kann die achtsam ausgeführte Praxis dazu beitragen, bestehende Spannungen wahrzunehmen und Blockaden aufzulösen, um so in einen ausgeglichenen Zustand zu gelangen, der sich mehr und mehr auch im Alltag bemerkbar macht.

Geist I Atem

Mehr als tausend Worte sagt das Atemgeschehen über unseren momentanen Zustand. Der Volksmund bestätigt dies mit der Floskel vom langen Atem, dem wir denjenigen zuschreiben, der es vermag, auch über Durststrecken hinweg standhaft zu bleiben. Die Atemübungen im Yoga, Pranayama haben das Ziel, den Atem lang und fein zu machen und damit positiv auf das Nervensystem zu wirken, um vitale Energie zu speichern. Pranayamas können harmonisierend und entgiftend wirken und bereiten auf die Meditation vor.

Ásanas I Übungsprinzip

Bevor wir mit der Àsana- Praxis beginnen, kann es hilfreich sein, unsere Absicht zu klären. Vielleicht möchten wir unsere Komfortzone verlassen, um Übungen auszuprobieren, die uns nicht so liegen, uns aber herausfordern? In dem wir offen für Neues sind, können wir Veränderung wagen und darauf vertrauen, dass sich dadurch Gutes und Förderliches einstellt. Die angestrebte harmonische Verbindung von Körper, Atem und Geist setzt eine achtsame Praxis voraus, in der wir uns unserer ungesunden Haltungen (körperlich, mental und emotional) gewahr werden und uns für die innere Weisheit öffnen können. Der Schlüssel zu einer erfolgreichen Praxis liegt darin, die individuell passende Form der Anstrenung zu finden. In der Yogtradition liegt der Fokus der Atmung auf dem Herzbereich - dem Zentrum der positiven Gefühle.

Àsanas I Grundhaltungen

Die Bandbreite der Àsanas bietet ein abwechslungsreiches Übungsprogramm, das in Bezug auf die Ausrichtung und Wirkung auf die Wirbelsäule zwischen folgenden Haltungen unterscheidet:

Streck-und Standhaltungen I Gleichgewichtshaltungen I Vorbeugen 

Rückbeugen I Seitbeugen I Drehhaltungen I Umkehrhaltungen I Sitzhaltungen